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18.01.2010
Preisausschreiben/Gewinnspiele: Striktes Kopplngsverbot EU-widrig
Das nach dem deutschen Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) bestehende generelle Verbot, die Teilnahme an einem Preisausschreiben oder Gewinnspiel vom Erwerb einer Ware abhängig zu machen, verstößt gegen Europa-Recht.
...weiter auf Marketing-Forum Märkte Recht


 
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Marketing-Forum: Marketing-Kommunikation

 

4/51 Presse-Information IVW, 09.12.2009

Geprüfte Nutzung der Online-Werbeträger
IVW startet neue Ausweisung mit erweitertem Datenangebot

Neue Monatsbilanz der Online-Nutzungsdaten in klar strukturierter und benutzerfreundlicher Aufbereitung - Einführung des Kategorien-Visits erhöht Transparenz beim Vergleich der Werbeträgerleistung einzelner Online-Angebote - differenzierte Leistungswerte zu in- und ausländischer Nutzung

Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) veröffentlicht am Mittwoch, 9. Dezember um 10.00 Uhr die Online-Nutzungsdaten für November 2009 in einer neu strukturierten und im Datenangebot erweiterten Ausweisung:

Die Gesamtliste mit allen IVW-geprüften Angeboten enthält auf Ebene 1 der neuen IVW-Datenbank nunmehr ausschließlich Angaben zu den ermittelten Visits (Besuche - Summe der einzelnen zusammenhängenden Nutzungsvorgänge).

Die nach der Messgröße PageImpressions erhobenen Daten zur Anzahl der von Nutzern einzeln abgerufenen Seiten rücken innerhalb der monatlichen IVW-Veröffentlichung in die Einzelausweisung der Angebote, die Gesamtanzahl der PageImpressions sowie ihre Aufschlüsselung nach den sieben Hauptkategorien der Ausweisungssystematik auf die Ebene 2 und die nach den 50 Unterkategorien der Ausweisungssystematik weiter differenzierten Seitenabrufe auf Ebene 3 der IVW-Datenbank.

"Für ein Ranking der Angebote nach ihrer Gesamtnutzung sind die Visits die verlässliche Größe. Dem tragen wir mit der neuen Gliederung der IVW-Ausweisung Rechnung. Außerdem erleichtern wir den Marktteilnehmern und der Berichterstattung durch die geänderte Ausweisung der Daten die für die Bewertung der Werbeträgerleistung eines Angebots notwendige Analyse der Zusammensetzung der Nutzungsdaten" erläutert Dr. Kai Kuhlmann, Bereichsleiter für Online-Medien bei der IVW.

Mit der Einführung des "Kategorien-Visits" wird die Transparenz der von der IVW für Online-Angebote ermittelten Werbeträgerleistung weiter erhöht: Die Kategorien-Visits geben Auskunft darüber, wie viele einzelne Besuche für inhaltlich abgegrenzte Bereiche eines Angebots im Laufe eines Monats zu verzeichnen waren. Diese Daten werden in der Einzelausweisung der Angebote gleichfalls für die sieben Hauptkategorien der IVW-Systematik (Redaktioneller Content, User generierter Content, E-Commerce, Kommunikation, Suchmaschinen, Verzeichnisse und Auskunftsdienste, Spiele sowie Diverses) veröffentlicht.

Schließlich werden die von der IVW monatlich ermittelten Leistungswerte von Online-Werbeträgern dem Markt nunmehr auch aufgeschlüsselt nach der Herkunft der Nutzung (Inland/Ausland) zur Verfügung gestellt.

Eine Darstellung zur Zusammensetzung der Gesamtnutzung über alle IVW-geprüften Online-Angebote wird nach der Freischaltung der neuen IVW-Ausweisung auf der IVW-Website veröffentlicht.


4/50 Presse-Information Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., 23.09.2009

Online-Werbung wächst 2009 um 10 Prozent
Prognose des Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. bestätigt

Der Online-Werbemarkt wird 2009 um 10 Prozent wachsen. Damit bestätigt der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. seine Anfang diesen Jahres getroffene Prognose. Demnach wird das Bruttowerbevolumen der Online-Werbung auf über vier Milliarden Euro zulegen und zeitgleich seinen Marktanteil weiter ausbauen. Laut aktueller OVK-Prognose würde somit Online-Werbung Platz drei hinter klassischer TV- und Zeitungswerbung einnehmen. Alle Zahlen zum Online-Werbemarkt 2009 in Deutschland bietet der auf der dmexco 2009 vorgestellte OVK Online-Report 2009/02, der ab sofort unter www.bvdw.org sowie www.ovk.de erhältlich ist.

Markenkommunikation im Web nimmt zu
„Trotz angespannter Wirtschaftslage wird Online-Werbung in diesem Jahr Brutto um zehn Prozent zulegen. Das Nettowachstum schätzen wir auf zwei bis drei Prozent. Für die nächsten zwei Jahre rechnen wir mit einem weiteren Anstieg des Bruttowerbevolumens. Treiber dafür sind neben Performance-orientierten Kampagnen die verstärkt zunehmende Markenkommunikation im Bereich der klassischen Online-Werbung“, sagt OVK-Vorsitzender Paul Mudter.

Online-Werbung baut Marktanteil weiter aus
Im Vergleich zu 2008 wird der Online-Werbemarkt in diesem Jahr seinen Anteil am Gesamtwerbemarkt um zwei Prozent auf 16,6 Prozent ausbauen, wenn die aktuelle OVK-Prognose zutrifft. Damit würde Online-Werbung erstmalig das Werbesegment der Publikums- und Fachzeitschriften mit einem Anteil von insgesamt 15,8 Prozent (Publikumszeitschriften: 14,1 Prozent, Fachzeitschriften: 1,7 Prozent) überholen. Nach TV- und Zeitungswerbung mit 36,7 beziehungsweise 21,9 Prozent würde Online-Werbung somit den dritten Platz im Bruttowerbekuchen aller Mediengattungen einnehmen. Gründe dafür sind eine konstant zunehmende Investitionsbereitschaft in Online-Werbung im ersten Halbjahr 2009 sowie die Stagnation beziehungsweise rückläufige Entwicklung der klassischen Werbung im gleichen Zeitraum.

Klassische Budgets wandern
„Gerade in Krisenzeiten stehen Effizienz und Transparenz an erster Stelle. Viele Werbebudgets haben sich daher in den letzten Monaten von der Klassik in den Online-Bereich verschoben. Eine nachhaltige Entwicklung, die den Anteil der Online-Werbung am gesamten Werbemarkt wachsen lässt“, sagt BVDW-Präsident Arndt Groth.

Bewegtbild-Werbung wächst stark
Der Bereich der Bewegtbild-Werbung konnte im ersten Halbjahr 2009, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, um 263,7 Prozent zulegen. Damit übertreffen Video-Banner das Wachstum des letzten Jahres, welches bei 236,3 Prozent lag. Auch Wallpaper konnten im ersten Halbjahr 2009 einen Zuwachs von 38,6 Prozent, Skyscraper von 28,1 Prozent und Super Banner von 9,7 Prozent vorweisen – verglichen mit dem Vorjahreszeitraum.

OVK Online-Report 2009/02
Der komplette OVK Online-Report 2009/02 ist als PDF-Dokument erhältlich unter
www.bvdw.org und www.ovk.de sowie auf der dmexco am Stand des BVDW (A-001 im Messeboulevard, direkt neben der Halle 8).

Weitere Informationen auf Anfrage oder unter www.bvdw.org/presse





4/49 Horizont.Net, 01.09.2009
Eintracht-Ausrüster Jako schießt PR-Eigentor im Web

In Sachen PR im Web hat der Sportartikelhersteller Jako ein klassisches Eigentor geschossen. Die Blogosphäre schäumt vor Wut, nachdem ein Blogger wegen eines kritischen Beitrags vom Unternehmen und den betreuenden Anwälten mit Abmahnung und Unterlassungserklärung gleich mehrfach zu Kasse gebeten wurde. Schlimmer noch: Erreichte der kritisierte Ursprungsbeitrag nur eine sehr überschaubare Leserschaft, verschafft der Kampf David gegen Goliath dem Vorgang nun ungewollte Aufmerksamkeit und stellt die Marke in Teilen der Web-Welt ins Reputations-Abseits.
 
Fußballblogger
Trainer Baade hatte sich in einem Beitrag kritisch und flapsig mit dem neuen Logo von Jako und der Marke auseinandergesetzt. Von einer „Schlurchmarke“ und wenig schmeichelhaften Vergleichen mit Aldi war da die Rede. Jako ließ mehrere Formulierungen kostenpflichtig abmahnen, weil sie aus Sicht von Jako unternehmensschädigend waren.
 
Der Blogger gab klein bei. Der Beitrag verschwand vom Blog. Doch damit verschwand er nicht aus dem Web. Über einen vergleichsweise unbekannten Newsaggregator, der ähnlich wie Google News Inhalte im Netz erfasst und darstellt, ließen sich offenbar die beklagten Behauptungen wiederfinden.

Prompt reagierten Unternehmen und Anwälte mit neuer juristischer Munition und neuen finanziellen Forderungen wegen Verletzung der Unterlassungserklärung. Die finanzielle Belastung für den Blogger summiert sich inzwischen auf mehrere tausend Euro, detialliert nachgezeichnet im Top-Sport-Blog AllesAusserSport. Die Belastung für das Image von Jako, zweitgrößter Hersteller von Teamsportbekleidung in Deutschland, dürfte ungleich höher wiegen.
 
Kritische Blogbeiträge zum Umgang des Unternehmens mit missliebigen Meinungen haben es bei Google bei der Eingabe des Suchbegriffs „Jako“ inzwischen auf die erste Trefferseite geschafft. Bei Google-News führt ein entsprechender Bericht das Ranking an. Hinzu kommt das negative Echo der digitalen Mundpropaganda via Twitter und Co.
 
Und die Meinungen im Social Web sind wenig charmant. Der Hinweis von Leser Jochen im Horizont-Blog
Off-the-record "Da hat jemand das Internet nicht verstanden" ist noch einer der Harmloseren. Denn wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Blog-Leser Comicfreak: "Eigentlich müssten Lidl und Aldi jetzt Jako abmahnen; immerhin entsteht ihnen ein beträchtlicher Imageschaden, wenn Jako behauptet, schon der Vergleich mit ihnen würde einen Imageschaden verursachen.“ Für Topblogger Nerdcore ist es sogar "die größte Juristeninternetbullshitstory ever told“.

Selbst im Fan-Forum des Bundesliga-Clubs Eintracht Frankfurt, Jako ist Ausrüster des Vereins, geht es hoch her. 140 Kommentare widmen sich dort inzwischen dem Casus Jako. "Normalerweise bekomme ich jedes Jahr das aktuelle Trikot zum Geburtstag geschenkt, überlege echt, ob ich das dieses Jahr noch möchte...", schreibt dort beispielsweise der Nutzer "Mik".
 
Jako selbst äußert sich nicht. Offenbar sind alle offiziellen Ansprechpartner im Urlaub. Dabei kann man mit unbequemen Kritikern auch mit deutlich mehr Fingerspitzengefühl umgehen. Das zeigt das
Beispiel Ariel. Nachdem ein Blogger eine Präsentation zeigte, die der Marke bei der Werbung für die neue 1,4-Literflasche einen Rechenfehler unterstellte, vertraute Procter & Gamble auf Dialog.
 
In Blogs, die sich dem Thema widmeten, veröffentlichte Ariel in den Kommentaren eine Klarstellung und verdeutlichte Hintergründe und Rechenweise. Gleichzeitig wurde das Thema, das bereits durchs Web und durch die Mailboxen geisterte auch auf der Website des
Verbraucherportals von Ariel ausführlich beleuchtet, verbunden mit der Bitte: „Machen Sie sich hier auf dieser Seite selbst ein Bild und wenn Sie dann möchten, senden Sie den Link zu dieser Seite an alle, von denen Sie eine E-Mail mit der Präsentation erhalten haben. Natürlich freuen wir uns auch über Beiträge in Ihren Blogs und via Twitter mit dem Link auf diese Seite.“
 
Man muss sich das Web nicht zum Feind machen. Es kann eben auch ein Freund sein.


4/48 Absatzwirtschaft online, 10.08.2009
Werbeausgabenrückgang  im 1. Halbjahr

Die Prognosen ließen Schlimmes befürchten. Ende letzten Jahres sagten Experten ein starkes Einbrechen des Werbemarktes voraus. Nach dem ersten Halbjahr 2009 beträgt der Rückgang der Werbespendings gerade einmal 3,3 Prozent.

Die Auswertung von Nielsen S&P für das erste Halbjahr 2009 überrascht nicht. Vor allem dann, wenn man den Grund für den – verglichen mit dem Krisenjahr 2002 – moderaten Rückgang der Werbespendings hinterfragt. Vor allem Unternehmen mit Fast Moving Consumer Goods (FMCG) werben seit jeher antizyklisch. Sie nutzen günstige Werbepreise und höhere Rabatte, um dann zu werben, wenn der Wettbewerbsdruck möglichst gering ist. Gewaschen, geputzt und gegessen wird immer. Was in einem normalen Werbejahr in den Sommermonaten Juli und August deutlich wird, ist im gesamten ersten Halbjahr 2009 zu beobachten.

Die Werbeausgaben in Above-the-line-Medien beliefen sich insgesamt auf 9,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Minus von 3,3 Prozent oder 336 Millionen Euro. Das größte Minus ergab sich im zweiten Quartal mit 4,6 Prozent. Wobei der Juni bereits wieder auf dem Niveau des ersten Quartals angekommen ist, bei einem Minus von zwei Prozent.

Bei den Mediengattungen überrascht Fernsehwerbung. Mit Erlösen von 4,3 Milliarden Euro entspricht dies mit einem Minus von 0,4 Prozent fast dem Vorjahr. Angesichts mit Trailern aufgefüllter und dennoch kurzer Werbeblöcke, klafft die Brutto-Netto-Schere hier jedoch deutlich weiter auseinander als in den Vorjahren. Die Nettoerlöse dürften Insidern zufolge sehr deutlich unter denen des Vorjahres liegen. Mediaagenturen und TV-Vermarkter berichten unisono von „Rabatt“ als wesentlichem Wort bei Buchungen.

Tageszeitungen verloren 0,8 Prozent an Werbeinnahmen. Deutlicher verloren Publikumszeitschriften mit minus 15,6 Prozent und Fachzeitschriften mit minus 8,7 Prozent. Radiowerbung veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr nicht. Plakat konnte um 9,7 Prozent zulegen. Kinowerbung basiert traditionell auf den Kinofilmen und verlor auch deshalb 26,9 Prozent.

von Michael Ziesmann


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4/47 werben & verkaufen online, 22.07.2009
Bald drei Viertel der Deutschen online

Media-Studie · Internet / Online
Auftraggeber: Forschungsgruppe Wahlen e.V., Mannheim, ZDF
Institut: Forschungsgruppe Wahlen e.V., Mannheim

Fragestellung:

Die neuste Untersuchung der Forschungsgruppe Wahlen für das zweite Quartal 2009 zeigt auf, inwiefern Alter, Geschlecht, Bildungsniveau oder Beruf Auswirkungen auf die Internetnutzung haben.

Zusammenfassung:

72 Prozent aller volljährigen Deutschen nutzen inzwischen das Internet. Das zeigt die repräsentative Untersuchung der Forschungsgruppe Wahlen für das zweite Quartal 2009. Ungefähr ein Drittel (34 Prozent) rief online Nachrichten über Politik ab. Was die demographische Struktur der Onliner angeht, nivellieren sich die Unterschiede in den Alterskohorten unter 50 Jahren. Inzwischen nutzen, der Erhebung zufolge, jeweils mehr als 90 Prozent das Netz. Bei den 50- bis 59-Jährigen seien es 80 Prozent. Erst bei den über 60-Jährigen fällt der Wert rapide auf 34 Prozent ab.

Bildungsniveau und Beruf machen sich nach wie vor deutlich bemerkbar. Grundlage der Quartalsdaten ist eine repräsentative telefonische Befragung von 4.136 volljährigen Deutschen. Hauptaufgabe der vom ZDF finanzierten Forschungsgruppe ist die wissenschaftliche Beratung und Betreuung von dessen Sendungen.


www.forschungsgruppe.de


 

 

4/46: werben und verkaufen online, 14.07.2009

Media-Analyse MA Radio 2009 II: Freude in Bayern, Wehmut beim WDR

 

Auftraggeber: Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse AG.MA
Institut: Sechs Institute befragen in zwei Wellen rund 66.000 Hörer ab 10 Jahren.

Fragestellung:

Die MA Radio 2009 II liefert Reichweitendaten für 103 Hörfunksender und Radiokombis. Ein Ergebnis: Die Tagesreichweite aller Sender ist um täglich 113.000 Hörer auf 54,974 Millionen Hörer gewachsen.

Zusammenfassung:

Bei der Media-Analyse Radio haben sich einige Sender von der letzten MA wieder erholen können. Und: Es gibt ein Déja-vu. Als Sieger nach Prozenten kommt bei der MA 2009 Radio II das hessische Radio Bob erneut ganz nach oben aufs Treppchen. Das ehemalige Skyradio wurde im vergangenen Sommer unter dem neuen Eigner Regiocast relauncht und verzeichnet nun weitere 50, 6 Prozent mehr Hörer in der beworbenen Durchschnittsstunde oder 41.000 Hörer ab zehn Jahren. Zur Erinnerung: Bei der letzen Media-Analyse im Frühjahr hat Bob um 90,3 Prozent zugelegt. In der zweimal jährlich veröffentlichten Erhebung untersucht die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (AG.MA) die Radionutzung der deutschen Bevölkerung ab zehn Jahren.

Den größten Zuwachs in absoluten Zahlen verzeichnet Antenne Bayern aus München. 89 000 Hörer mehr in der beworbenen Durchschnittsstunde auf jetzt 1,064 Millionen Hörer ab zehn Jahren halten den privaten Platzhirsch über der magischen Million-Hörer-Grenze – ein Status, den der Sender gegenüber der MA 2009 Radio I wieder wettmachen kann. Sektlaune auch beim öffentlich-rechtlichen Mitbewerber BR: Dort haben fast alle Wellen nach den Reformen der vergangenen Jahren zugelegt, am stärksten das Klassikprogramm Bayern 4 Klassik mit einem Plus von 42,6 Prozent. Stagnation gibt es lediglich bei der Nachrichtenwelle B5 Aktuell. Bitter dagegen die Entwicklung bei den bayerischen Lokalsendern, die weiter verlieren. Die Jugendwelle Galaxy gibt 34,8 Prozent der Hörer auf jetzt 35.000 Hörer in der der beworbenen Durchschnittsstunde ab. Das Bayern Funkpaket, in dem die kleinen Stationen gebündelt sind, verliert gegenüber der Frühjahrs-Auswertung weitere 1,4 Prozent an Reichweite.

Ein genauer Blick auf den hessischen Radiomarkt muss sein: Platzhirsch FFH muss weiter abgeben. Mit minus 8000 Hörern ist der Verlust gegenüber der Frühjahrs-MA zwar vergleichweise gering; doch dieses Mal rutscht der Sender mit 499.000 Hörern unter die halbe Million Hörer. FFH ist bereits am Gegensteuern: Der Privatsender aus Bad Vilbel wird am Mittwoch Details seiner Programmreform preis geben.

Der reichweitenstärkste Sender Deutschlands ist dagegen weiterhin Radio NRW; der Oberhausener Sender kann laut der am Dienstag veröffentlichten Media-Analyse nochmals ganz leicht Nutzer gewinnen. Plus 0,3 Prozent in der beworbenen Durchschnittsstunde bei jetzt 1,427 Millionen Hörern stabilisieren den Mantelprogrammlieferanten der NRW-Lokalradios auf hohem Niveau. Heftige Verluste dagegen beim Konkurrenten WDR: Der Verlierer nach absoluten Zahlen kommt bei dieser MA aus der Kölner ARD-Anstalt. WDR 4 muss 69.000 Hörer pro Werbestunde abgeben, die junge Welle Eins Live 64.000 Hörer. Trostplaster gibt es dort auch: WDR 2 legt um 76.000 Hörer zu.

Weniger Hörer verzeichnen dieses Mal erneut „Klassiker“ im Radiomarkt wie R.SH (weitere minus 9,6 Prozent), Radio PSR (minus 10,0 Prozent), Hitradio RTL Sachsen mit sogar minus 35,9 Prozent Hörer oder der Berliner Rundfunk mit minus 3,0 Prozent. Hitradio RTL Sachsen will indes den Verlust nicht einfach so auf sich sitzen lassen, hat doch die Frühjahrs-MA noch ein deutliches Plus eingebracht. Beim Sender ist man angesichts der starken Schwankungen stutzig geworden und lässt nun das Ergebnis bei der AG.MA prüfen.

Der Rückgang vieler junger Wellen indes scheint gestoppt – Big FM gesamt legt um 6,6 Prozent an Reichweite zu, das unkonventionelle Motor FM kommt auf – niedrigem Niveau – auf 40 Prozent mehr Reichweite und manch einer der Energy-Sender kann wieder Boden gutmachen. Energy Hamburg etwa landet mit knapp 27 Prozent mehr Reichweite bei jetzt 31.000 Hörern pro Stunde. Das nationale Sunshine Live bekommt 6,6 Prozent mehr Hörer dazu.

Interessantes Detail: In Bremen haben erneut alle landeseigenen Sender gewonnen – von Bremen Eins, Bremen Vier bis Energy Bremen. Woher die Hörer dieses Mal kommen – unklar. Denn auch die Stationen aus dem umgebenden Niedersachsen legen zu. Dort gewinnt der Rocksender Radio 21 plus 15,5 Prozent und gleicht damit die letzte MA mehr aus. Hit-Radio Antenne wächst um 17,7 Prozent. Einzig Radio ffn gibt 1,2 Prozent auf jetzt 441.000 Hörer pro Werbestunde ab. Damit nähern sich die Platzhirsche in Nielsen I stark an: Die Antenne kommt ffn mit 434.000 Hörern sehr nahe.

Bei den bundesweiten Sendern können zwei Wellen stark punkten: RTL Radio mit 16,4 Prozent mehr Reichweite und Klassik Radio mit 14,2 mehr Hörern. Ein Minus dagegen bei Jam FM: Der Black-Urban-Sender muss 10,4 Prozent der Hörer pro beworbener Durchschnittsstunde abgeben.

Die Gesamtreichweite aller Hörfunkangebote stagniert laut Radio-MA pro Durchschnittsstunde. Plus/minus 0,0 Prozent attestiert die AG.MA allen ausgewiesenen Sendern. Während allerdings die ARD-Wellen um weitere 2,7 Prozent bei der Reichweite zulegen können, können alle Privaten zusammen in der Durchschnittsstunde gegenüber der letzten MA nur um 0,4 Prozent an Reichweite wachsen.

Alle Ergebnisse gibt es unter www.reichweiten.de und unter www.rms.de


4/45 werben & verkaufen online (www.wuv.de), 14.02.2009

Studie: Unternehmen halten Werbebudgets stabil

Trotz der derzeitigen Finanz-Misere wollen drei Viertel der deutschen Unternehmen ihre Werbe-Etats nicht kürzen. 71 Prozent wollen an der derzeitigen Etathöhe festhalten, acht Prozent wollen sogar mehr ausgeben und nur 20 Prozent wollen kürzen.

Allerdings: Je größer das Unternehmen, desto häufiger wird eine Budget-Reduzierung erwogen. So setzen beispielsweise 38 Prozent der Großunternehmen mit mehr als 5000 Mitarbeitern bei der Werbung an und wollen die Mittel dafür kürzen.

Branchen, die von der Finanzkrise besonders hart betroffen sind, wie zum Beispiel Maschinenbau und Metallindustrie, kürzen ihre Werbeaufwendungen erwartungsgemäß sogar überdurchschnittlich. Konsumartikler dagegen wollen sie noch weitgehend nicht antasten.

Zu diesem Ergebnis kommt der Business-Monitor, den das Handelsblatt gemeinsam mit der Unternehmensberatung Droege & Comp. in Auftrag gegeben hat. Für die Studie wurden 785 Führungskräfte deutscher Unternehmen befragt.

Neben den Budgetplanungen ging es dabei auch um die Werbe-Strategie. Hier sehen 84 Prozent der Unternehmensvertreter keinen Anlass, die bisherigen Pläne zu ändern. Nur zwölf Prozent wollen wegen der Krise neue Werbewege gehen, vor allem in Richtung Online- und Dialogmarketing.

Zu den Gewinnern könnte auch die Kategorie TV gehören, wo sich die Vermarkter derzeit einen wahren Rabatt-Krieg liefern. Darum stellen viele Unternehmen von Print- auf TV-Werbung um, unter anderem Miele. Printwerbung gerät demnach immer weiter unter Druck.

 

 


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4/44 E-Commerce-Center Handel (ECC Handel)
am Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln (IfH), 6. Januar 2009

Mittelstand betrachtet Web 2.0 noch skeptisch
Aktuelle Studie zeigt, dass nur wenige kleine und mittlereUnternehmen die Vorteile von Web 2.0 zu nutzen wissen.

 Das Schlagwort Web 2.0 ist in aller Munde, dennoch haben kleine und mittelständische Unternehmen das Potenzial von Web 2.0-Diensten und -Anwendungen noch nicht erkannt. Dies zeigt die aktuelle Studie „Elektronischer Geschäftsverkehr im Mittelstand und Handwerk“ des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG). Die Ergebnisse der 2.660 Teilnehmer umfassenden Befragung stehenjetzt zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Die wichtigsten Ziele beim Einsatz von Web 2.0-Instrumenten stellen für kleine und mittlere Unternehmen bislang die Informationsgewinnung sowie die Erhöhung des Bekanntheitsgrades dar. Die Befragten erkennen in Web 2.0 jedoch nicht nur Chancen, sondern auch Gefahren: Insbesondere die rechtlichen Risiken (84,0 %) und die Gefahr des Missbrauchs durch externe Nutzer (82,6 %) sehen die befragten Unternehmen als größte Risiken von Web 2.0-Diensten und –Anwendungen an.

Eine differenziertere Betrachtungsweise zeigt, dass Handwerk und Industrie dem Nutzen von Web 2.0 eher skeptisch gegenüber stehen. Während die Handelsbranche hauptsächlich Imageschäden eines möglichen Missbrauchs durch Dritte befürchtet, erfreut sich Web 2.0 im

Dienstleistungssektor einer höheren Beliebtheit. "Die Untersuchungsergebnisse verdeutlichen, dass kleinere und mittlere Unternehmen bei Web 2.0 teilweise noch erhebliche Informationsdefizite aufweisen", erläutert Dr. Kai Hudetz, Leiter des E-Commerce-Center Handel, das die Studie federführend durchgeführt hat. "In den nächsten Jahren wird das Thema aber weiter an Bedeutung gewinnen. Daher sollten sich auch kleinere Unternehmen bereits jetzt mit den entsprechenden Möglichkeiten auseinandersetzen." Der 82-seitige Berichtsband steht unter www.ecc-handel.de zum kostenfreien Download zur Verfügung.


 

4/43 Nielsen Media Research GmbH, Hamburg, Pressemitteilung, 14. Januar 2009 

Bruttowerbemarkt schließt 2008 mit einem leichten Plus ab
Nielsen veröffentlicht Bruttowerbeaufwendungen des Gesamtjahres 2008 in den Above-the-line-Medien

Die Bruttowerbeaufwendungen in den Above-the-line-Medien steigerten sich im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um plus 0,7 Prozent (bereinigt: 0,0 Prozent) auf 21,1 Milliarden Euro. Diese Zahlen veröffentlichte heute Nielsen Media, das anerkannte Werbe- und Medienforschungsunternehmen von The Nielsen Company und bestätigte somit seine Prognose vom Jahresanfang. „Das Werbejahr 2008 wurde durch sehr konträre Faktoren geprägt: auf der einen Seite die Wirtschaftskrise und die im internationalen Vergleich schwache Binnenkonjunktur, auf der anderen Seite große Sporthighlights, wie z. B. die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele, die Deutschland erneut in einen medialen Bann zogen. Das Jahr 2009 wird ein spannendes Jahr.“, erklärt Ludger Wibbelt, Geschäftsführer der Nielsen Media Research GmbH.

Die krisenerprobten Handelsorganisationen stehen im Werberanking mit Bruttowerbeinvestitionen in Höhe von 2,0 Milliarden Euro und einem Plus von 5,4 Prozent unangefochten an der Spitze. Nach einer relativen Werbeabstinenz in 2007, stützten vornehmlich die Discounter mit einem Plus von 145 Millionen dieses Wachstum, das wiederum ausschließlich von Aldi und Lidl getragen wurde. Ein besonderes Novum beim Discounter Lidl war in 2008 dabei ein Werbeengagement im Fernsehen, wofür insgesamt 27 Millionen Euro brutto investiert wurden.

Ein weiteres bedeutendes Werbewachstum verbuchte in 2008 die Branche Online-Dienstleistungen. Diese steigerte ihre Werbespendings um 106 Millionen Euro auf knapp 336 Millionen Euro. Mit plus 46 Millionen Euro bauten die Online-Vermittlungsdienste ihre Werbeaufwendungen aus, die bei der Suche nach benötigten Diensten, wie z. B. Immobilien, Automobil aber auch sozialen Kontakten, behilflich sind. Ludger Wibbelt: „Das Informations- und Sozialverhalten der Deutschen spielt sich verstärkt im Internet ab. Crossmediale Werbeangebote gewinnen deshalb weiterhin an Bedeutung für die Werbungtreibenden.“

Spiele- und Spielecomputer zeigen ebenfalls einen positiven Werbetrend und wurden mit zusätzlichen 69 Millionen Euro beworben. Dabei steigerte Nintendo mit plus 35 Millionen Euro auf insgesamt 68 Millionen Euro sein Werbebudget in dieser Kategorie am stärksten. Insbesondere die Spiele für die Konsolen DS Lite und Wii standen dabei im Fokus des Werbungtreibenden.

Die Pkw-Branche hat im Jahr 2008 ihre Bruttowerbeaufwendungen mit einem Minus von 10,3 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro verringert. Deutliche Reduzierungen nahmen dabei insbesondere die beiden Automobilhersteller Toyota (minus 48 Millionen Euro) und VW (minus 28 Millionen Euro) vor. Das war allerdings kein einheitlicher Trend, denn mehrere PKW-Unternehmen steigerten sogar ihre Werbeinvestitionen. Ludger Wibbelt: „Die Automobilindustrie wird in 2009 ein sehr herausforderndes Jahr haben. Das Thema Umwelt und Wirtschaftlichkeit, das auch von der Politik gestützt wird, wird neben einer Modell- und Angebotsoffensive eine zentrale Rolle spielen. Ein Unternehmen, dass allen Trends aktuell trotzt, ist Renault, das bereits im letzten Jahr die Werbeausgaben antizyklisch um plus 17 Millionen Euro steigerte und in diesem Jahr bereits für seine Neuwagentage intensiv Werbung schaltet.“

Ebenfalls drastische Werbeeinsparungen nahm in 2008 die Finanzbranche vor, die ihr Werbebudget um minus 71 Millionen Euro reduzierte. Am stärksten wurden dabei Reduzierungen für Altersvorsorgeprodukte (minus 60 Millionen Euro), Finanzanlagen (minus 34 Millionen Euro) und Finanzdienstleistungen (minus 11 Millionen Euro) vorgenommen, während die Werbeschaltungen für Versicherungen allerdings ein Plus von 37 Millionen Euro verzeichneten.

Im Jahresverlauf wurden im Werbemarkt die negativen Entwicklungen des ersten und vierten Quartals durch die Quartale zwei und drei überkompensiert. Der höchste prozentuale Zuwachs der Bruttowerbeaufwendungen wurde im August mit einem Plus von 6,0 Prozent beobachtet. Ein weiterer Werbepeak war im April mit plus 5,0 Prozent. Den deutlichsten Rückgang im Jahresvergleich verzeichnete der Dezember, der mit einem Minus von 3,7 Prozent das Jahr 2008 abschloss...

Die gesamten Bruttowerbeumsätze der Above-the-line-Medien verteilten sich auf die einzelnen Mediengattungen in 2008 dabei wie folgt: Die Fernsehwerbung verbuchte 9,1 Milliarden Euro. Dieses entspricht einem Wachstum von 4,5 Prozent (bereinigt: plus 3,3 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Das Werbevolumen der Tageszeitungen reduzierte sich in diesem Zeitraum leicht um minus 0,9 Prozent (bereinigt: minus 1,0 Prozent) auf 5,5 Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der Nielsen Media Research Statistik nicht mit einbezogen werden. Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von knapp 4,0 Milliarden Euro ein Minus von 4,2 Prozent (bereinigt: minus 5,0 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Das Medium Radio erwirtschaftete Werbeaufwendungen in Höhe von knapp 1,3 Milliarden Euro, was eine leichte Reduzierung von minus 0,8 Prozent (bereinigt: minus 2,7 Prozent) im Vergleich zum sehr erfolgreichen Vorjahr bedeutet. Die Werbeeinnahmen von Plakat steigerten sich leicht um plus 2,0 Prozent (bereinigt: plus 2,0 Prozent) auf 795 Millionen Euro. Fachzeitschriften verzeichneten ein Minus von 2,6 Prozent (bereinigt: minus 1,8 Prozent) auf knapp 423 Millionen Euro. Das Medium Kino verbuchte einen Rückgang seiner Bruttowerbeerlöse im Gesamtjahr 2008 in Höhe von minus 12,1 Prozent auf 73 Millionen Euro.


4/42 acquisa, Magazin für Marketing und Vertrieb, 11/2008
Obama ist Google, McCain ist AOL
Barack Obama hat im Marketing John McCain abgehängt. Um es in einem »Buzz-Wortbild« auszudrücken: McCain ist Web 0.5 und Obama 2.0.
Ob im Fernsehen, Computer-Spiel, im Netz oder dem Handy - im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf verstand es Obama, auf allen Medienkanälen die Bürger zu mobilisieren und sie zu »supporter generated content« zu animieren. Vor allem bei seinen Viralkampagnen wird dies deutlich. Deswegen erhielt er Ende Oktober die Auszeichnung »Marketer of the Year« des US-Marketinginformationsdienstes Adage.com. Obama wählten 36 Prozent, damit ließ er Apple (27,3), Nike (9,4) und seinen Rivalen McCain (4,5) hinter sich.
Die Auszeichnung honoriert seine ganzheitliche Marketingkampagne zu der unter anderem eine Mobile-Aktion im August gehörte, in welcher er insgesamt 2,9 Millionen Wähler ansprach. Laut einer Studie von USA Today und MTV überzeugte er mit dieser Aktion 61 Prozent, ihn zu wählen. Vor allem die jugendlichen Wähler hat er ins Auge gefasst. Sie umgarnt er mit seinen Angeboten auf den Web 2.0-Applikationen: Twitter, Facebook, Linkin und Digg.
Anfang Oktober warb der Demokrat auch in einem Online-Rennspiel. Verlinkt ist diese Werbung mit einer Internetseite zur Wahl. Diese Strategie erklärt auch, dass er in der ebenfalls Ende Oktober veröffentlichten Studie »Presidential Image Power« mit Google und BMW assoziiert wurde, McCain dagegen mit AOL und Wal-Mart.



4/41 Computer Zeitung Nr. 43
Kampagnen haben ausgedient
Marketingexperten sind sich einig: Der Kunde kommt an erster Stelle. Doch schaut man genauer hin, folgen den großen Worten oft keine Taten und regelmäßig gerät das, was der Kunde eigentlich will, in Vergessenheit. Um hier gegenzusteuern, ist es hilfreich, in echtes Relationship Management zu investieren.

Aktuelle Untersuchungen haben ergeben, dass Unternehmen die Profitabilität ihrer Kunden durch ein regelmäßiges Monitoring des Kundenverhaltens jährlich um bis zu 25 % steigern können. Da drängt sich die Frage auf, warum sich viele Marketingorganisationen noch immer ausschließlich auf Kampagnen fokussieren, anstatt auf ihre Kunden. Um den Schritt weg von der Kampagenenorientierung und hin zum Kundenfokus zu meistern, eignen sich vier einfache Best Practices:

  • Vervielfachen Sie den Kunden-IQ: Ein umfangreiches Kundenwissen ist die Voraussetzung dafür, schlecht funktionierende Kampagnen zu identifizieren und zu beenden. Ein hoher Kunden-IQ beantwortet zwei Fragen: Welche Kunden haben einen hohen Wert für das Unternehmen und welche Bedürfnisse haben sie? ...
  • Richten Sie Ihr Timing auf den Kunden aus: Event-getriebenes Marketing verdrängt ausgediente Modelle und bringt das Unterenhmen in einen kontinuierlichen und interaktiven Dialog mit seinen Kunden. ...
  • Fokussieren Sie sich auf Ihre Kunden: Damit Kunden wirklich an erster Stelle stehen, müssen Marketingfachleute ihre Initiativen konsequent auf diese ausrichten...
  • Messen Sie den Erfolg Ihrer Marketingaktivitäten.

 


4/40 Plakativ 4/2008
Out-of-Home-Medien
Einfach mal Worte sparen

Eine aktuelle Studie untersucht 1380 Plakatmotive auf ihren Textgehalt. Fazit: Die Anzahl der Worte pro Plakat ist tendenziell rückläufig, vielfach aber immer noch zu groß.


"Jedes dritte Plakat ist ein Branding-Betrug am Auftraggeber". Mit dieser harschen Kritik begann Jean-Remy von Matt seine Keynote zum Auftakt des diesjährigen Plakat Media Grand Prix und unterstrich damit, woran es bei der Plakatgestaltung seiner Ansicht nach fehlt: gute Sichtbarkeit. ...
Ein starkes Key Visual, ein gut erkennbares Produkt, ein indentifizierbares Logo und vor allen Dingen wenig Text, das sind die wichtigsten Erfgolgsfaktoren für die Gestaltung eines Plakats, bei dem die Werbebotschaft auch ankommt....
Der Fachverband Außenwerbung empfiehlt sieben Wörter als Obergrenze für den Text. Zum gleichen Ergebnis kamen unterschiedlichste "Attention Tracking"-Studien. Jedes Wort auf einem Plakt verzögert die Erkennung des Produkts um 100 Millisekunden.
Dass ein Bild mehr sagt als tausend Worte, scheint nach und nach auch bei den Kreativen anzukommen. Zumindest hat sich die durchschnittliche Wortzahl bei Plakatkampagnen allein in den letzten drei Jahren um 18 Prozent verringert....

 


4/39 Promotion Business 04/08
Corporate Publishing - Haptisch, praktisch, faktisch

Stories statt Slogans - Magazine für Kunden und Geschäftspartner bieten Unternehmen vielfältige Profilierungsmöglichkeiten. Der Bedarf an Professionalisierung wächst: Corporate Publishing ist ein Markt mit zweistelligen Wachstumsraten.

Treue gehört nicht gerade zu den Tugenden der Konsumenten, und so besteht die große Kunst im Umgang mit ihnen darin, sie als Kunden nicht nur zu gewinnen, sondern auch zu behalten. Mit den Kanälen klassischer Werbung lassen sie sich beiliebe nicht mehr so berechenbar wir früher erreichen, denn in der Ära von DVD-Player, Internet und iPod findet ein Rückzug in schwer zugängliche Nischen statt. Zudem hat der aufgeklärte Verbraucher einigen Widerstandswillen gegen die allzu schöne Welt der Bilder und Versprechungen entwickelt und interessiert sich in wachsendem Ausmaß für Testberichte und authentische Produkterfahrungen im Web.

So habe die Firmen ihre PR-Aktivitäten deutlich ausgedehnt, um eine positive Unternehmens- oder Produktdarstellung nicht als Werbung, sondern als Information zu präsentieren. Da war es naheliegend, auch eigene Medien zu kreiieren, die den Werbeaussagen einen Seriositätsbonus verschaffen...

 "Die Vorteile liegen auf der Hand: Eine sehr spitze Zielgruppe lässt sich passgenau und ohne große Streuverluste erreichen", meint W. Lülsdorff, Vorstandsmitglied des Forum Corporate Publishing (FCP)....


4/38 Channel Partner 32/08
Mehr Marketing für weniger Budget

Das Marketing gerät bei der Fahndung nach Sparpotenzial im Unternehmen immer wieder ins Vesier.

Nicht nur in wirtschaftlich schwächeren Zeiten, sondern permanent ist im Unternehmen eine Fahndung nach Sparpotenzial gefragt. Da steht auch das Marketing im Fokus. Dabei liegen die Nachteile bei dieser Vorgehensweise auf der Hand: Die dem Etat zugrunde liegenden Marketingziele können damit nicht mehr erreicht werden, und somit werden Ausgaben für die Markenführung ineffizient. Ist es denn daher nicht sinnvoller, die bestehenden Maßnahmen und Dienstleistungen auf deren Effizienz zu überprüfen? Oftmals lassen sich große Teile des Marketingbudgets ohne Qualitätsverlust einsparen.


4/37 Channel Partner Newsletter, 06.08.2008
Intelligenter Kundendialog statt Call-Center-Attacken

Kundentreue, so eine alte Marketing-Binsenwahrheit, ist die Basis für Rentabilität: "In zahlreichen Branchen führt eine höhere Kundenbindungsrate von nur fünf Prozent zu Gewinnsteigerungen von 25 bis 100 Prozent", weiß der amerikanische Managementexperte Frederick Reichheld. Der entscheidende Punkt dabei sei nicht die Tatsache, dass Kunden zu gewinnen teurer ist, als bestehende Kunden zu halten, sondern dass loyale Kunden vor allem häufiger und mehr kaufen.

"Da die Kundengewinnung immer größere Anstrengungen erfordert, ist es überlebenswichtig, eine starke und treue Kundenbasis aufzubauen", so Nuance-Geschäftsführer Michael-Maria Bommer bei der Vorstellung des Buches "Die Zukunft des Customer Service - Analysen, Strategien, Konzeptionen" (Gabler Verlag). So würden nach einer Umfrage des Softwareunternehmens Genesys 71 Prozent der Kunden bei einer positiven Call-Center-Erfahrung wieder auf das Unternehmen zurückkommen, auch wenn das erworbene Produkt die Erwartungen nicht ganz erfüllt hat.

"Erfolgreiches Kundenmanagement bedeutet daher, zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme des Kunden oder vice versa die richtigen Dinge tun zu können und die Interaktionen intelligent zu steuern", so Bommer. Doch die Realität sieht nach seiner Erfahrung anders aus. "Brav der Beziehungsthese folgend, haben Unternehmen mächtige Datenbanken aufgebaut und speichern darin Informationen über den Kunden: was er wann und wo gekauft hat, ob und wie oft er sich beklagt hat und was mit der Beschwerde passiert ist. Um einen Durchblick in diesem Datendickicht zu bekommen, stellen diese Firmen ausufernde Analysen an: Wer sind die guten Kunden, wer die schlechten Käufer. Was darauf folgt, sind teure Massen-Mailings, umfangreiche nervtötende abendliche 'Call Center-Attacken' sowie streuverlustbehaftete Werbemaßnahmen", kritisiert der Nuance-Manager. Das Problem dabei sei, dass die gesammelten Daten lediglich einen statischen Zustand wiedergeben würden, der sich in der Vergangenheit abspielte.

"Was nützt das rückwärtsgewandte Beziehungsmanagement, wenn zum Zeitpunkt des Kundenkontaktes alle vor Schreck den Füller fallen lassen, weil sie nicht wissen, was sie ihm verkaufen sollen, und nicht verstehen, wie Cross- und Up-Selling funktionieren", fragt Bommer. Deshalb müsse sich das gesamte Unternehmen als Servicecenter verstehen und organisatorische Brüche beseitigen. Das gelte für das Front- und Backoffice sowie für alle Zugangs- und Ausgangskanäle, ganz gleich ob Telefon, Brief, E-Mail oder Website. "Kundendaten werden von den Firmen in Zukunft nicht nur über alle Kanäle gesammelt, sondern sie werden auch intelligent aufbereitet, um dem Kunden einen individuellen, pro-aktiven Kundenservice zu bieten und seine Kaufbereitschaft maximal auszuschöpfen. Dazu werden Kundenprofile entworfen, anhand derer die Kunden aus den bestehenden Daten automatisch 'geclustert' werden", so die Vision von SemanticEdge-Geschäftsführer Lupo Pape www.semanticedge.de , die er auf dem Zukunftskongress des ThinkTanks forward2business www.forward2business.com in Halle (Saale) vorstellte. Rund 200 Trend- und Innovationschefs der deutschen Wirtschaft diskutierten auf der Burg Giebichenstein über den Kundendialog der Zukunft.

Crosschannel-Service ist nach Ansicht des Sprachdialogexperten Pape ein wichtiger Baustein für den Kundendialog: "Daraus ergeben sich dann vorentworfene Dialogszenarien, die entweder beim Kontakt des Kunden vorgeschlagen oder auch in Outbound-Dialogen über alle Medien abgewickelt werden. Der Berater im Call Center, der Mitarbeiter in der Filiale oder das Sprachdialogsystem werden mit einer Hypothese über das vermeintliche Anliegen des Kunden in den Dialog gehen und sie werden versuchen, dieses Anliegen persönlich und schnell zu lösen oder geschickte Vorschläge für Produkte und Services oder für die stärkere Kundenbindung einfließen zu lassen", sagt Pape. Mittels einer Gedächtnisfunktion könnte dabei der letzte Kundenkontakt aufgenommen und weitergeführt werden.

Im Wortlauf könnte das Dialogsystem sich dann folgendermaßen an den Kunden wenden: "Hallo Herr Breitenbach, herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag. Sie haben uns eine E-Mail geschickt über Ihre Probleme mit dem mobilen Surfen. Mit dem neuen z-phone tauchen diese Probleme ab und zu auf, wir haben Ihnen deshalb gestern ein neues Gerät zugesandt, das in der nächsten Stunde bei Ihnen eintreffen wird. Ich sehe, dass Sie gerade nicht zu Hause sind, möchten Sie, dass wir einen neuen Termin für die Auslieferung vereinbaren?" Zudem werden laut Pape angesichts der steigenden Mobilität der Menschen intelligente persönliche Assistenten weiter an Bedeutung gewinnen. Das Handy sei hier nur eine Art Vorläufer. "Wir werden sehen, dass wir 2020 die meisten unserer Servicewünsche über Spracheingabe mit einem Satz erledigen können", prognostiziert Pape.

Die Eingabe "Reserviere mir einen Platz für den nächsten Zug nach Berlin" veranlasse die Online-Buchung und die Zusendung der entsprechenden Zugverbindung per SMS samt Reservierungsbestätigung. Ähnlich könne man beispielsweise beim Supermarkt eine Bestellung zur späteren Abholung aufgeben. Persönliche Assistenten und so genannte Infomediäre könnten nach Erkenntnissen von Pape auch bei Einkaufsentscheidungen nützliche Dienste tun, wenn beispielsweise unterwegs ein Preisvergleich benötigt wird. Durch immer stärkere Transparenz über Preise und Qualität der Produkte aufgrund von Testberichten und Nutzerbewertungen sieht er die Herausforderung darin, "diese semantisch aufzubereiten und zu einer persönlichen Empfehlung zusammenzufassen". Damit werde es möglich sein, einen automatisierten Empfehlungsdialog zu führen. (pte)

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4/36 Getränke Markt, 7-8, 2008
Mit Ambient Media die Zielgruppe abholen

Über 4,9 Milliarden Euro investierten Unternehmen im ersten Quartal 2008 nach Nielsen Research in Above-the-Line-Medien. Im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht dies einer Steigerung um gut 14 Prozent...

...Eine Variante, Werbung ins Lebensumfeld der Zielgruppe zu platzieren, ist Ambient Media. Diese Werbeagattung gibt es seit Ende der achtziger Jahre, als in Szenekneipen ausgelegte Postkarten mit witzigen Motiven für Aufmerksamkeit sorgten. Die Überlegungen der Werbestrategen waren erfolgreich: Die Zielgruppe wurde während ihrer Freizeitaktivitäten erreicht, die Postkarten waren kostenlos, und pfiffige Motive unterhielten, statt zu nerven....

Die Einsatzmöglichkeiten von Ambient Media sind fast unbegrenzt und in der Lebens-, Freizeit- und Berufswelt von Verbrauchern präsent: Auf Zapfpistolen wird für Erfrischungsgetränke geworben, ein Plakat an der Spindwand im Fitnesscenter weist auf Fitnessdrinks hin, die den Mineralstoffhaushalt ausgleichen oder Bodenmarkierungen - neudeutsch Floor Graphics - weisen dem Kunden den Weg zum Getränkeregal. Selbst Werbetafeln auf Taxis bieten eine effiziente Möglichkeit mit hoher Kontaktqualität für Produktwerbung...


4/35 Werben & Verkaufen, 28/2008, 10.07.2008
Engagiert, flexibel und teamfähig
Gerade in Zeiten des Bewerbermangels hat die klassische Stellenanzeige eine hohe strategische Bedeutung im Personalmarketingmix. Mit nichtssagenden Floskeln lassen sich begehrte Kandidaten nicht mehr gewinnen.

Als Wirtschaftswissenschaftler mit einem MBA kann sich Marvin H. leisten, bei der Jobsuche wählerisch zu sein. Deswegen prüft er Stellenanzeigen auch besonders kritisch. Dort liest er zwar besonders viel über den wirtschaftlichen Erfolg des jeweiligen Unternehmens und geforderte Qualifikationen, eine Antwort auf die Frage, warum er sich ausgerechnet bei diesem Arbeitgeber bewerben sollte, bleiben die Anzeigen meist aber schuldig.

Fast alle Unternehmen behaupten in ihren Stellenanzeigen, innovativ und erfolgreich zu sein, über motivierte Mitarbeiter zu verfügen und führend in ihrem Bereich zu sein. Und nahezu alle wünschen sich engagierte, flexible und teamfähige Mitarbeiter. Im besten Falle versprechen sie dann noch einen interessanten Arbeitsplatz mit Perspektiven und fordern potenzielle Bewerber auf, sich zu bewerben, wenn "wir Ihr Interesse geweckt haben". Doch kann ein Arbeitgeber mit derart austauschbaren Floskeln heute wirklich noch qualifizierte Jobsuchende für sich interessieren?

Kaum, wenn man die Personalexperten fragt. Denn die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich in den letzen zwei Jahren grundlegend gewandelt, in vielen Bereichen können sich die Bewerber ihren zukünftigen Arbeitgeber mittlerweile aussuchen. Die klassische Stellenanzeige mit ihren "Wir erwarten...", "Wir setzen voraus..." und anderen Bedingungsimperativen ist daher in vielen Bereichen längst obsolet geworden und schreckt vor allem hochqualifizierte Bewerber eher ab...

Die Anzeigenqualität hat an strategischer Bedeutung gewonnen. "Eine gut gemachte Stellenanzeige spiegelt sowohl die Inhalte der vakanten Position als auch die Kultur des suchenden Unternehmens wider. Neben den Fakten bekommt der Bewerber auch ein Gefühl vermittelt, wie das Unternehmen tickt.....


4/34 Horizont, 23/2008, 05.06.2008

Partner nutzen Charme der guten Tat
Sponsoring wird in deutschen Unternehmen zunehmend zum Träger von Themen aus dem Bereich Social Responsibility

Immer mehr Unternehmen entdecken, dass sich soziale Verantwortung im Sponsoring besonders gut realisieren lässt. Wie viele das bereits tun, zeigt die Studie Sponsoring Trends 2008

Sponsoring und Corporate Social Responsibility - diese beiden Dimensionen der Kommunikation werden in deutschen Unternehmen immer stärker zusammen gedacht. Die Trennung zwischen den Disziplinen, deren Grenzen bislang meist am zählbaren Return on Investment verlief, verschwimmt zusehends: Bereits 49 Prozent der Sponsoren integrierenen ihr Engagement ganz oder teilweise in das Themengebiet CSP, wie die Untersuchung Sponsoring Trends belegt....

Der Charme der guten Taten, eingebettet in die eigene Sponsoringstrategie - dieses Rezept entdecken auch immer mehr Großsponsoren für sich. Beispiel Nike: Der Sportartikelgigant verbindet in dem 10-km-Lauf "Human Race" Ende August Sport, Musik und soziales Gewissen zu einem weltweiten Mega-Event. Eine Millionen Läufer sollen in 25 Städten zeitgleich an den Start gehen, ein Teil ihrer Anmeldegebühr wird für gute Zwecke gespendet. ...

 

 
 
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