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2/01/15 Presse-Information Zenithoptimedia, 08.12.2009
Weltweiter Werbemarkt hat sich stabilisiert
Nach dem stärksten Einbruch der weltweiten Werbeinvestitionen seit Jahrzehnten hat sich der globale Werbemarkt stabilisiert. Für 2010 wird weltweit ein leichtes Plus von 0,9 Prozent erwartet. Die Werbeausgaben in den Märkten Nordamerika, Westeuropa und Japan werden jedoch auch im kommenden Jahr noch schrumpfen.
Die Finanzkrise, die zur stärksten Rezession seit der „Großen Depression“ in 1929 geführt hat, hat in diesem Jahr zum einem beispiellosen Rückgang der weltweiten Werbeinvestitionen geführt. Die Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia geht in ihrer aktuellen Studie „Advertising Expenditure Forecast“ für 2009 von einem Minus von 10,2 Prozent aus. Die gute Nachricht: Die Aussichten für 2010 verbessern sich. Für das kommende Jahr wird mit einem leichten Anstieg der weltweiten Werbeausgaben von 0,9 Prozent gerechnet, vorausgesetzt die Konjunktur festigt sich weiter. ZenithOptimedia korrigiert damit erstmals seit 18 Monaten – d.h. seit Juni 2008, kurz bevor das volle Ausmaß der Finanzkrise zu erfassen war – ihre Prognosen für das künftige Jahr wieder leicht nach oben. Im Oktober wurde für 2010 noch ein Wachstum von 0,5 Prozent erwartet. „In Deutschland rechnen wir dagegen auch im kommenden Jahr noch mit rückläufigen Werbeausgaben von Minus 1,5 Prozent, was angesichts des extrem starken Rückgang von 9,8 Prozent in 2009 jedoch eine Erholung bedeutet“, erläutert Dr. Nicole Prüsse, Chairman ZenithOptimedia Deutschland. Ab 2011 ist wieder mit einem Plus zu rechnen.
Die Vergangenheit hat gezeigt: Nach Rezessionen erholt sich der globale Werbemarkt in der Regel stufenweise im Verlauf der kommenden drei Jahre. Weltweit wird ab 2012 wieder mit einem normalen Wachstum von 4,8 Prozent zu rechnen sein. Der prognostizierte, gemäßigte weltweite Anstieg von 0,9 Prozent für 2010 ist an erster Stelle den sich entwickelnden Märkten wie dem asiatisch-pazifischen ohne Japan (+ 8,4 Prozent) und Lateinamerika (+ 8,1 Prozent) zuzuschreiben. Die von der Wirtschaftskrise schwer getroffenen Märkte Nordamerika, Westeuropa und Japan erholen sich langsamer und schrumpfen auch im kommenden Jahr (Nordamerika: -2,4 Prozent, Westeuropa: - 0,5 Prozent, Japan: - 3,2 Prozent). Regionale Regelungen in einzelnen europäischen Ländern erschweren zudem die Erholung regionaler Werbemärkte: So wird das öffentliche Fernsehen in Frankreich, das mehr als ein Drittel der dortigen Zuschauer an sich zieht, bis 2011 voraussichtlich komplett werbefrei sein. In Spanien plant die Regierung, das öffentliche Fernsehen ab 2010 werbefrei zu gestalten (Zuschaueranteil: mehr als ein Fünftel). Ein moderates Wachstum der Werbemärkte ist in Nordamerika, Westeuropa und Japan ab 2011 wieder zu erwarten.
Das Internet, das als einziges Medium in 2009 weltweit einen Anstieg der Werbegelder verbuchen kann (+9,5 Prozent), wird seinen Marktanteil als Werbeträger bis 2012 auf 16,2 Prozent ausbauen. Dies ist maßgeblich dem Suchmaschinenmarketing zuzuschreiben: ZenithOptimedia geht davon aus, dass 53 Prozent der Online-Werbeinvestitionen bis 2012 in diesen Bereich fließen werden. In 2009 verzeichnete Search weltweit ein Plus von 15 Prozent und die Agenturgruppe rechnet damit, dass der Bereich seine Wachstumsrate von 14-15 Prozent über die kommenden Jahre halten wird. In Display-Werbung wurde im laufenden Jahr 6 Prozent mehr als im Vorjahr investiert.
ZenithOptimedia erstellt die inzwischen vierteljährlichen Forecasts bereits seit 15 Jahren. Sie dienen der Werbewirtschaft als wertvolles Barometer für die Planung ihrer Media-Aktivitäten und werden darüber hinaus von Medien, Werbeagenturen, Unternehmensberatern und Analysten genutzt. Die kostenpflichtige Studie „Advertising Expenditure Forecasts“ kann bestellt werden unter www.zenithoptimedia.com.
Pressekontakt: Nicole Karepin nicole.karepin@zenithoptimedia.de
2/01/14 Presseinformation von PricewaterhouseCoopers AG, www.pwc.com, 27.10.2009
Weniger Werbung, mehr Gebühren – Verbraucherausgaben stützen Medienumsatz
German Entertainment and Media Outlook von PwC: Branchenumsatz steigt bis 2013 auf knapp 58 Milliarden Euro / Einbrechende Werbeeinnahmen erholen sich nur langsam wieder / Digitalisierung und neue Dienste lassen Konsumenten mehr für Medien ausgeben
Die deutsche Medienbranche wird in den kommenden Jahren vor allem dank steigender Konsumentenausgaben moderat wachsen. Die Werbeeinnahmen bleiben demgegenüber auch mittelfristig unter dem Niveau des Jahres 2008, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in ihrem "German Entertainment and Media Outlook: 2009-2013" prognostiziert.
In den Jahren 2009 bis 2013 steigt der Gesamtumsatz der Medienindustrie demnach um durchschnittlich 2,4 Prozent pro Jahr auf dann rund 57,9 Milliarden Euro. Das Werbevolumen wird im gleichen Zeitraum nur um voraussichtlich 0,9 Prozent pro Jahr auf 12,4 Milliarden Euro steigen.
Für das laufende Jahr 2009 erwarten die Branchenexperten einen weiteren Rückgang der Erlöse um 2 Prozent auf gut 52,6 Milliarden Euro, wobei ein Anstieg der Verbraucherausgaben um 1,7 Prozent den massiven Einbruch der Werbeeinnahmen um 12,8 Prozent auf rund 11,9 Milliarden Euro (2008: 13,67 Milliarden Euro) abmildert.
"Der konjunkturell bedingt schrumpfende Werbemarkt trifft vor allem die klassischen Medien zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Schon in einem normalen Marktumfeld wäre die Abwanderung von Werbekunden ins Internet eine große Herausforderung. Nun aber fehlen vor allem den Printmedien die Werbeeinnahmen schneller und spürbarer als erwartet", kommentiert Frank Mackenroth, Partner und Leiter der Branchengruppe Entertainment & Media von PwC in Deutschland.
Mehr Werbung nur im Internet
Der aktuell starke Rückgang der Werbeeinnahmen und die zu erwartende nur langsame Erholung bis 2013 führen zu einer deutlichen Veränderung der Erlösstruktur in der Medienbranche. Entfielen im Jahr 2008 noch gut 25 Prozent des Branchenumsatzes auf Werbung, werden es 2013 voraussichtlich lediglich noch gut 21 Prozent sein.
Dabei ist das Internet das einzige Branchensegment, das 2013 höhere Werbeeinnahmen verbuchen wird als 2008. Die Studie prognostiziert für die Jahre 2009 bis 2013 ein durchschnittliches Wachstum von jährlich 6,7 Prozent auf dann annähernd eine Milliarde Euro. Zeitungen werden mit Anzeigeneinnahmen von 3,96 Milliarden Euro zwar das stärkste Werbemedium bleiben, die Erlöse dürften jedoch um jahresdurchschnittlich 1,2 Prozent sinken.
Für die TV-Branche ist in den kommenden Jahren ein Anstieg der Werbeerlöse um durchschnittlich 2,8 Prozent auf 3,74 Milliarden Euro zu erwarten. Damit läge der Werbeumsatz 2013 zwar um fast 400 Millionen Euro über dem für 2009 prognostizierten Wert von 3,35 Milliarden Euro, aber immer noch um rund 300 Millionen Euro unter dem Werbeumsatz des Jahres 2008.
Konsumenten zahlen für innovative Endgeräte und attraktive Dienste
Die Verbraucherausgaben für Medien werden von 2009 bis 2013 voraussichtlich um jahresdurchschnittlich 2,8 Prozent auf 45,51 Milliarden Euro zulegen. Selbst für das laufende Krisenjahr prognostizieren die PwC-Experten einen leichten Anstieg um 1,7 Prozent. "Grundsätzlich sind die Konsumentenausgaben weit weniger konjunkturabhängig als die Werbeerlöse. Zudem dürfte die stärkere Nutzung von Breitband-Internetanschlüssen und die Verfügbarkeit attraktiver internetbasierter Dienste wie IPTV mittelfristig dazu beitragen, dass die Verbraucher mehr Geld für ihren Medienkonsum ausgeben werden", erläutert Frank Mackenroth.
Bis Ende 2013 werden die Konsumentenausgaben für den Internet-Anschluss um voraussichtlich 8,8 Prozent jährlich auf gut 8,83 Milliarden Euro steigen. Nicht in diesen Zahlen enthalten sind die zusätzlichen Aufwendungen für den mobilen Internet-Zugang über Handy, Netbook oder Laptop.
Auch in der Fernsehbranche wachsen die Ausgaben der Endkunden in den kommenden Jahren überdurchschnittlich. Für Abonnements und Pay-TV-Angebote werden die Verbraucher im Jahr 2013 voraussichtlich knapp 4,6 Milliarden Euro ausgeben gegenüber geschätzt 3,56 Milliarden Euro im laufenden Jahr (ohne öffentlich-rechtliche Gebühren). Dies entspräche einem jährlichen Zuwachs von 6,6 Prozent. Zurückzuführen ist der Anstieg insbesondere auf die zunehmende Verbreitung kostenpflichtiger HD-TV-Kanäle und weiterer Pay-TV-Programme sowie die wachsende Attraktivität des Fernsehens via Internet-Protokoll (IPTV).
Dass die fortschreitende Digitalisierung auch einem "alten" Medium zu neuer Attraktivität verhelfen kann, zeigen die Prognosen für die Kinobranche. So dürfte sich bis 2013 die digitale Projektionstechnik durchsetzen, die wiederum Voraussetzung für die Wiedergabe von Filmen in moderner 3-D-Technik ist. Dies wird nach Einschätzung der Experten nicht nur mehr Besucher in die Kinos, sondern auch höhere Ticketpreise bringen. Insgesamt wird der Kartenumsatz an den Kinokassen um voraussichtlich 4,9 Prozent pro Jahr auf knapp 1,07 Milliarden Euro steigen.
Die Studie "German Entertainment and Media Outlook: 2009-2013" sowie weitere Informationen erhalten Sie von Stefan Bießenecker, PricewaterhouseCoopers AG, Olof-Palme-Straße 31, 60439 Frankfurt am Main, Tel.: 069 9585-6265, Fax: 069 9585-962086
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2/01/13, Presse-Information www.atkearney.de, 03.08.2009 Wirtschaftskrise versetzt Unternehmen in „strategische Schockstarre“
A.T. Kearney-Studie untersucht die häufigsten Gründe für Insolvenzen und die Chancen einer „Nachhaltigen Restrukturierung“,

Mehr als die Hälfte aller Unternehmens-Insolvenzen ist auf falsche Strategie- und Investitionsentscheidungen zurückzuführen. Daneben zählen unausgewogene Kostenstrukturen (39 Prozent), mangelnde Liquidität (38 Prozent) sowie verspätete beziehungsweise eine nicht ausreichend konsequente Reaktion des Managements auf die Krise (34 Prozent) zu den häufigsten Ursachen für die Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen. Das geht aus einer aktuellen Studie der Top-Managementberatung A.T. Kearney hervor, für die europaweit mehr als 1.200 Insolvenzfälle untersucht wurden. Grundsätzlich folgen nur 15 Prozent der bei Krisenunternehmen eingeleiteten Maßnahmen einer übergeordneten Strategie im Sinne einer „Nachhaltigen Restrukturierung“. Den Schwerpunkt ihrer Gegenmaßnahmen legen die meisten Unternehmen in rein operativen Bereichen und reagieren vor allem mit der Freisetzung liquider Mittel (62 Prozent), Kooperationen mit Kunden und Lieferanten (46 Prozent) sowie Kostensenkungsprogrammen (42 Prozent).
„Trotz einiger positiver Signale ist ein Ende der Wirtschaftskrise noch nicht abzusehen. Doch die meisten Unternehmen besitzen noch Handlungsspielraum und müssen sich nicht auf kurzfristige Reaktionen beschränken. Früher oder später ist von einem Wiederbeleben der Nachfrage auszugehen. Entsprechend sollten Unternehmen in der aktuellen Situation kurzfristige Maßnahmen zur Unternehmenssicherung umsetzen und sich gleichzeitig auch strategisch auf die Zeit nach der Krise ausrichten“, bringt Dr. Jürgen Rothenbücher, Leiter der Strategie-Practice von A.T. Kearney das Ergebnis der Studie auf den Punkt: „Um Wettbewerbsvorteile und profitables Wachstum nachhaltig zu sichern, sollten auch in Krisenzeiten kurzfristig notwendige Entscheidungen stets einer langfristigen Strategie folgen.“
Dabei gilt es, alle kurzfristig notwendigen Maßnahmen mit strategischen Entscheidungen und Investitionen zur langfristigen Erfolgssicherung zu verbinden. Eine solche „nachhaltige Restrukturierung“ bedeutet, alle kurzfristig notwendigen liquiditäts- und profitabilitätssichernden Maßnahmen mit der übergreifenden Strategie eines Unternehmens abzugleichen und auf dieser Basis Maßnahmen zu erarbeiten, die zunächst das Überleben des Unternehmens sichern und es gestärkt aus der Krise hervorgehen lassen.
Unternehmen reagieren meist zu spät und zu langsam
Der Grund für die meisten Unternehmenskrisen sind strategische Entscheidungen, die zum Teil bereits Jahre vor einer Krise getroffen wurden, ohne dass die drohende Schieflage von den Unternehmen rechtzeitig erkannt wurde. „Durch die aktuelle Wirtschaftskrise werden diese Versäumnisse zum Teil auf drastische Art und Weise aufgedeckt“, so Dietrich Neumann, Zentraleuropachef von A.T. Kearney: „Die Reaktion in der Krise erfolgt dann häufig zu spät und wiederum mit fehlender strategischer Weitsicht. Viele Unternehmen geraten dann in eine Art ‚Schockstarre‘: Obwohl die Krise allgegenwärtig ist, wird sie oft unterschätzt und Gegenmaßnahmen werden nicht schnell genug eingeleitet.“
Insolvenzen sind meist das Ergebnis falscher Langfrist-Entscheidungen
Jede zweite Insolvenz (53 Prozent) wird durch falsche Strategie- und Investitionsentscheidungen ausgelöst und ist damit der häufigste Grund für die Zahlungsunfähigkeit der Unternehmen. Vor allem überhastete Expansionen vor der Krise werden nun besonders hart bestraft, da durch unkontrollierte Investitionen jetzt die Mittel fehlen, um auf die Krise reagieren zu können.
Erst darauf folgen die „natürlichen“ Ursachen für Insolvenz wie zu hohe Kostenstrukturen (39 Prozent) und mangelnde Liquidität (38 Prozent). Ein überraschendes Ergebnis der Studie ist, dass Krisen zwar rechtzeitig erkannt werden, jedoch vom Management an alten Verhaltensmustern und Strategien festgehalten und verspätet sowie nicht konsequent genug reagiert wird (34 Prozent). „Oftmals überwiegt hier das ‚Prinzip Hoffnung‘, dass die Krise das eigene Unternehmen schon nicht so hart treffen wird“, erläutert Rothenbücher.
Ein weiterer zentraler Grund für Unternehmensinsolvenzen ist mit 23 Prozent die Abhängigkeit von Lieferanten und Kunden. Dieser Aspekt spielt insbesondere in der deutschen Industrie, die stark arbeitsteilig organisiert ist, eine wichtige Rolle.
Unzureichende Gegenmaßnahmen
Obwohl die Krisen-Ursache meist auf strategischer Ebene zu finden ist, reagieren Unternehmen vor allem mit kurzfristigen, rein operativen Maßnahmen: Maßnahmen der Liquiditätssicherung sind mit 62 Prozent das am häufigsten eingesetzte Mittel bei drohender Zahlungsunfähigkeit. 46 Prozent der Unternehmen setzen auf kooperative Lösungen mit Kunden und Lieferanten, während 42 Prozent Kostensenkungsprogramme durchführen und 34 Prozent Fremd- und Eigenkapitalmaßnahmen ergreifen. Änderungen der strategischen Ausrichtung werden lediglich in 33 Prozent der Fälle vorgenommen.
Nachhaltige Restrukturierung
Auf Basis weitreichender Analysen und umfassender Projekterfahrungen hat A.T. Kearney das Maßnahmenprogramm „Nachhaltige Restrukturierung“ entwickelt. Dabei wird zunächst mittels eines Quickscans das Insolvenzrisiko bestimmt sowie Liquidität, Profitabilität und die strategische Dimension eines Unternehmens auf den Prüfstand gestellt. Auf dieser Basis erstellen die A.T. Kearney-Experten eine „Sustainable Restructuring Map“ und leiten kurz- und langfristige Maßnahmen ein, um Unternehmen sicher durch die Krise zu steuern und gleichzeitig auf die Wiederbelebung der Nachfrage vorzubereiten.
Die häufigsten Insolvenzursachen:
1. falsche Strategie- und Investitionsentscheidungen: 54 Prozent
2. zu hohe Kostenstruktur: 39 Prozent
3. mangelnde Liquidität: 38 Prozent
4. verspätete oder nicht konsequente Reaktion des Managements: 34 Prozent
5. Abhängigkeit Wertschöpfungskette: 23 Prozent
6. Zerwürfnisse im Management: 20 Prozent
7. Zerwürfnis zwischen Arbeitnehmer und Geschäftsführung: 20 Prozent
8. unzureichendes Controlling: 18 Prozent
9. Branchenkrise: 17 Prozent
10. Konjunkturkrise: 16 Prozent
11. unkooperatives Bankenverhalten: 15 Prozent
12. schwache Wettbewerbsposition: 15 Prozent
13. mangelnde Managementkompetenz: 13 Prozent
14. Verhalten Gesellschafter: 5 Prozent
15. Steuerrechtliche Probleme: 4 Prozent
Die häufigsten Maßnahmen in der Insolvenz oder schweren Krise:
1. Freisetzung liquide Mittel: 62 Prozent
2. Kooperation Kunden und Lieferanten: 46 Prozent
3. Kostensenkung: 42 Prozent
4. Fremd- und Eigenkapitalmaßnahmen: 34 Prozent
5. Strategische Ausrichtung: 33 Prozent
6. Personalabbau: 25 Prozent
7. Verbesserung Kommunikation: 24 Prozent
8. Einsatz Berater: 22 Prozent
9. Staatshilfen nutzen: 18 Prozent
10. Enge Kontrolle: 14 Prozent
11. Wechsel im Management: 13 Prozent
12. Neue Produkte / Märkte: 12 Prozent
13. Konsolidierung / M&A: 11 Prozent
14. kurzfristige Umsatzsteigerung: 10 Prozent
15. Prozessverbesserung: 10 Prozent
2/01/12: Informationskreis Speichermedien, Juli 2009 Durchbruch bei der Vergütungspflicht von Speicherkarten und USB Sticks
Bei ihrer Gesellschafterversammlung am 16. Juni 2009 in Düsseldorf haben die Hersteller und Importeure von Speichermedien die jüngsten Ergebnisse der Verhandlungen über Speicherkarten und USB Sticks zwischen den Verwertungsgesellschaften und dem Branchenverband Informationskreis AufnahmeMedien (IM) begrüßt.
Im Mai 2009 hatten sich die beiden Verhandlungspartner auf die Höhe der Vergütungssätze für Speicherkarten und USB Sticks geeinigt. Danach ist künftig für diese Speichermedien unabhängig von deren jeweiliger Kapazität ein Vergütungssatz von 0,10 € je Stück zu zahlen. In den anstehenden Verhandlungen werden die Einzelheiten der vertraglichen Konditionen nach dem neuen Urheberrechtsgesetz (Korb 2) noch auszuhandeln sein.
Hierzu erklärt Rainald Ludewig, Vorsitzender des IM und Chefjustiziar bei Panasonic: „Mit diesem Ergebnis ist es beiden Seiten erstmals gelungen, das neue Vergütungssystem in vernünftiger Art und Weise in die Praxis umzusetzen, wie dies der Gesetzgeber neu geregelt hat. Das Ergebnis ist ausgewogen und trägt sowohl den Ansprüchen der Urheber als auch der Industrie Rechnung. Ich hoffe, dass diese Vereinbarung eine Vorreiterrolle bei allen noch streitigen Verfahren einnehmen wird.“
www.informationskreis.com
Moderat steigende Konsumlaune trotz konjunkturellem Gegenwind
Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für November 2008
Nürnberg, 25. November 2008 – Die Finanzkrise ist zwar inzwischen in der Realwirtschaft angekommen, schlägt sich insgesamt aber nicht auf die Konsumlaune der Verbraucher nieder. Denn das Konsumklima kann zum Jahresende auf niedrigem Niveau, wie schon im Vormonat, zulegen. Sowohl steigende Einkommensaussichten als auch eine verbesserte Anschaffungsneigung tragen dazu bei. Dagegen setzt die Konjunkturerwartung ihre Talfahrt fort. Der Gesamtindikator prognostiziert nach 1,9 Punkten im November für Dezember einen Wert von 2,2 Punkten.
Die Meldungen, dass auch die Bundesrepublik von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise erfasst wird und sich nun ebenfalls in der Rezession befindet, haben die Konjunkturaussichten der Bundesbürger drastisch sinken lassen. Im November fällt dieser Indikator auf einen neuen historischen Tiefstand. Dagegen haben vor allem fallende Preise bei Heizöl und Benzin dafür gesorgt, dass der Pessimismus hinsichtlich der Einkommensaussichten sowie der Konsumneigung etwas abnimmt. Auch die kürzlich erfolgten Tarifabschlüsse in der Metall- und Elektroindustrie dürften mit dafür verantwortlich sein, dass die Einkommensstimmung den vierten Anstieg in Folge verzeichnen kann. Damit konnte sich das Konsumklima zum Jahresende weiterhin erfolgreich gegen die weitreichenden Rezessionstendenzen behaupten.
Konjunkturerwartung: weiter auf Talfahrt Die Konjunkturerwartung der Bundesbürger setzt ihre Talfahrt fort. Im November büßt der Indikator noch einmal 3,6 Punkte ein und weist -30,1 Zähler auf. Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der gesamtdeutschen Erhebungen im Jahre 1991.
Die von den Bundesbürgern in den vergangenen Monaten geäußerten Rezessionsängste sind inzwischen Realität. Das Statistische Bundesamt meldete vor kurzem, dass sich Deutschland nun in der Rezession befinde, da das Bruttoinlandsprodukt nach einem Minus von 0,4 Prozent im zweiten Vierteljahr nochmals um 0,5 Prozent im dritten Quartal 2008 geschrumpft sei. Bislang konnten weder das von der Bundesregierung beschlossene Rettungspaket für den Finanzmarkt noch das kürzlich verabschiedete Konjunkturpaket für einen Stimmungsumschwung bei den Konsumenten sorgen. Die Pro-duktionsstops in der Automobilindustrie dürften den Pessimismus zusätzlich genährt haben und die Angst vieler Beschäftigter vor einem Jobverlust schüren.
Einkommenserwartung: sinkende Energiepreise als Kaufkraftstütze Stark rückläufige Energiepreise sorgen auch im November dafür, dass die Einkommensaussichten der Bundesbürger ihre Erholung auf niedrigem Niveau fortsetzen. Bereits zum vierten Mal in Folge legt der Indikator zu und weist nun -6,9 Punkte auf. In diesem Monat beträgt das Plus 6 Zähler. Im Vorjahresvergleich ist allerdings noch immer ein Minus von knapp 7 Punkten zu verzeichnen.
Nachdem sich der Rohölpreis seit seinem Höchststand im Juli 2008 mehr als halbiert hat, haben auch die Benzin- und Heizölpreise ihre Rekordwerte deutlich hinter sich gelassen. Hinzu kommt, dass sich – mit zeitlicher Verzögerung – auch die Gaspreise dieser Entwicklung anpassen werden und in den kommenden Monaten mit einem Rückgang zu rechnen ist. Dies stärkt die Kaufkraft der Konsumenten und erhöht den Spielraum für andere Ausgaben. So schätzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, dass durch den deutlichen Preisrutsch bei Öl und Benzin seit Anfang Juli bis Jahresende 2008 Verbraucher und Unternehmen mehr als 10 Milliarden Euro einsparen werden.
Hinzu kommt, dass die kürzlich abgeschlossenen Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie auch bei Beschäftigten aus anderen Branchen die Erwartung geweckt hat, in Verbindung mit einer moderaten Inflation in den Genuss realer Einkommenssteigerungen zu kommen.
Anschaffungsneigung: deutlicher Anstieg Die Anschaffungsneigung kann im November ihre Einbußen aus dem Vormonat kompensieren. Denn das Plus von 11,5 Punkten in diesem Monat ist mehr als doppelt so hoch wie das Minus von 5,4 Zählern im Oktober. Aktuell weist der Indikator -6,7 Punkte auf, liegt damit aber nach wie vor unter seinem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten.
Damit kann die Konsumneigung den gesamtwirtschaftlichen Rezessionstendenzen noch trotzen. Die Verbraucher gehen davon aus, dass sie persönlich von dem Konjunkturtief nicht so stark betroffen sein werden und glauben, dass sie ihre Kaufbereitschaft derzeit nicht weiter einschränken müssen. Zudem dürfte der nachlassende Inflationsdruck ebenfalls zur Stabilisierung der Anschaffungsneigung beitragen.
Konsumklima: leichte Erholung auf sehr niedrigem Niveau Das Konsumklima kann sich zum Jahresende noch einmal etwas erholen. Der Gesamtindikator prognostiziert für Dezember einen Wert von 2,2 Punkten nach 1,9 im November. Trotz der positiven Entwicklung ist das Niveau des Indikators nach wie vor sehr niedrig.
Zu dieser Erholung tragen sowohl eine steigende Einkommenserwartung als auch die bessere Anschaffungsneigung bei. Zusätzlich gestützt wird das Konsumklima derzeit durch eine tendenziell rückläufige Sparneigung.
Ob die augenblickliche Besserung auch in den kommenden Monaten anhalten kann, wird in erster Linie davon abhängen, wie tief und anhaltend die Rezession ausfallen wird. Neben einer moderaten Preisentwicklung wird entscheidend sein, in welchem Ausmaß der Arbeitsmarkt von der Konjunkturschwäche betroffen sein wird. Sollte sich die Beschäftigungssituation erneut verschärfen und die Zahl der Arbeitslosen wieder deutlich steigen, würde dies auch die Konsumstimmung nachhaltig treffen. Der von der GfK prognostizierte leichte Anstieg der Konsumausgaben im kommenden Jahr von etwa einem halben Prozent würde damit in weite Ferne rücken.
Zur Studie Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie "GfK-Konsumklima MAXX" und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.
Der nächste Veröffentlichungstermin ist der 22. Dezember 2008.
Weitere Informationen: Rolf Bürkl, GfK Marktforschung, Tel. + 49 911 395-3056, rolf.buerkl@gfk.com
2/01/10 Computer Reseller News - Newsletter, 02.12.2008
Weihnachtsgeschäft: Krise trübt Kauflaune nicht Nach dem Auftakt des Weihnachtsgeschäfts am vergangenen Wochenende gibt sich der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) optimistisch. Die Krise hat demnach die Konsumfreude der Deutschen nicht getrübt. Für das gesamte Weihnachtsgeschäft rechnet der HDE sogar mit einem Plus von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr.
»Der Weihnachtsmann hält den Schutzschirm über den Einzelhandel«, so kommentiert der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) die Stimmung im Handel nach dem ersten Adventswochenende. Trotz Krise zeigen sich die Deutschen in Kauflaune, wie die bundesweite Trendumfrage des HDE ergab. Die Berichte über den Verkauf am ersten Adventswochenende fallen demnach weitgehend positiv aus. Aber auch mit der letzten Novemberwoche seien die meisten Händler zufrieden, was für den gesamten Monat allerdings nicht uneingeschränkt gelte, heißt es.
Alles in allem habe der Einzelhandel eine solide Basis für das diesjährige Weihnachtsgeschäft gelegt. Durch die zuversichtliche Stimmung im Handel sieht sich der HDE in seiner Prognose bestätigt, wonach das Weihnachtsgeschäft 2008 mit einem Plus von einem Prozent leicht über dem Vorjahresniveau liegen könnte. Von der Kauflust am ersten Adventswochenende profitierten unter anderem die Elektronikmärkte. Zu den Verkaufsrennern zählten insbesondere Flachbildschirme und Navigations-Handys.
2/01/09: display Das Magazin für Verkaufsförderung und Marketing, 03/2007 Der emanzipierte Mann
Den Deutschen scheint die Pflege ihres Körpers wichtig zu sein, das lassen zumindest Zahlen des Industrieverbands Körperpflege und Waschmittel (IKW) vermuten. Für 2006 meldeten die Mitglieder Zuwächse in den verschiedenen Sparten, wobei sich besonders die Märkte für Damendüfte und Herrenkosmetik herausragend positiv entwickelt haben. Für beide Segmente wurde ein Plus von 4,5 Prozent verzeichnet.
Wichtigster Teilmarkt im Bereich der Körperpflege bleiben aber die Haarpflegemittel mit einem Volumen von 2,58 Milliarden Euro. Insgesamt gaben die Deutschen 2006 für Körperpflegemittel 11,43 Milliarden Euro aus.
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Die Zeiten, da Männer bei der täglichen Körperpflege mit Wasser und Seife auskamen, sind vorbei. Heute mag kaum ein Mann noch auf wohlriechende Duft- und Kosmetikprodukte verzichten. Dabei schreitet die Emanzipation der Männer nicht nur in der Abgeschiedenheit des heimischen Badezimmers voran. Man(n) geht auch in der Öffentlichkeit immer selbstbewußter mit der früher als ausgesprochen "weiblich" empfundenen Pflege von Gesicht, Haut und Haaren um. So lassen sich nur noch 13 Prozent der Männer von der Ehefrau bzw. der Partnerin beeinflussen. ...
2/01/08: Sportartikelzeitung, 22.01.2007 Online-Shopping und Preisschleudereien sind die größten Probleme des Sporthandels "Der Internet-Verkauf lässt uns zu reinen Service-Stationen verkommen"
Im vergangenen Jahr war erstmals seit langem der Konsum wieder mitverantwortlich für das ordentliche Wirtschaftswachstum. Geht es nach den Sporthändlern, könnten die Verbraucher freilich deutlich mehr einkaufen. Deren Zurückhaltung ist weiterhin eins der größten Probleme für den Sporthandel. Noch mehr Kopfzerbrechen bereitet jedoch der Verkauf über das Internet und Versender, der sich an die Spitze des Problem-Rankings setzt. Knapp dahinter folgt die Preisschleuderei.
... "Es wird generell vorausgesetzt, dass das Web billiger ist", wundert sich ein Händler aus Baden-Württemberg. "Da helfen oft auch keine Angebote aktueller Ware im Laden. Ist der Kunde erstmals aus dem Laden, kommt er selten zurück."...
Weitreichende Konsequenzen befürchtet ein oberbayerischer Händler: "Der Verkauf über das Internet lässt uns irgendwann zu reinen Montage- und Service-Stationen verkommen."...
Dabei müssen sich die Händler von den Kunden einige Gemeinheiten gefallen lassen. "Der Beratungsdiebstahl nimmt groteske Züge an", muss etwa ein Berliner Händler feststellen, "da der Verbraucher diesen sogar zugibt, indem er sagt, dass er mal bei der Konkurrenz und im Internet schaut, obwohl er zunächst das Gefühl gibt, kaufen zu wollen." ...
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